Austausch, Ausflug, Aquarium


Florstädter in Westflandern im Mai 2026

Austausch, Ausflug, Aquarium


Florstädter in Westflandern im Mai 2026
Eine lange Busfahrt, herzliche Begegnungen und viele gemeinsame Erlebnisse
Da das Treffen in der belgischen Partnerstadt Staden in diesem Jahr bereits an Pfingsten stattfand,
machte sich der Partnerschaftsverein über das lange Fronleichnamswochenende auf den Weg in
die Bretagne. Kurz nach Mitternacht startete die 14-stündige Reise. Schon unterwegs wurde den
Gastgebern angekündigt, dass man teuflich unterwegs sei, denn die Reisegruppe saß im
Mannschaftsbus des EC Bad Nauheim. In Pléneuf-Val-André angekommen, wurden die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich empfangen und auf ihre Gastfamilien verteilt.
Die Schülerinnen und Schüler besuchten am Freitag mit ihren Austauschpartnerinnen und -
partnern die Schule, so dass der Bus für einen Ausflug der Erwachsenen nach Dinard zur Verfügung
stand. Die Stadt liegt an der Mündung der Rance gegenüber von Saint-Malo. Stadtführer und
Übersetzer vermittelten die Geschichte des Ortes lebendig und mit viel Humor.
Für die Jugend ging es am Wochenende ebenfalls auf Entdeckungstour: An einem Tag besichtigten
sie das historische Saint-Malo und das Aquarium, am anderen Tag stand Wassersport am Strand
von Pléneuf-Val-André auf dem Programm.
Die Erwachsenen nutzten den freien Samstag für Ausflüge mit ihren Gastgebern, für Einkäufe oder
für einen Besuch der Kunstausstellung. Der Kunst- und Kulturkreis Kraniche stellte eine Woche
lang gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern des lokalen Partnervereins in einer Galerie an der
Strandpromenade aus.
Eine Wanderung am Sonntag führte zunächst über den benachbarten Strand, anschließend über
ein Kiesfeld hinauf und schließlich über den alten Zöllnerweg, den „Sentier des Douaniers“, zurück.
Vier Tage lang standen Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Stunden in unterschiedlichen
Gruppen im Mittelpunkt. Zum Abschluss des Aufenthalts kamen Gäste und Gastgeber noch einmal
bei einem Aperitif und anschließendem Buffet zusammen, zu dem die Gastgeberinnen und
Gastgeber zahlreiche Leckereien beigesteuert hatten.
Am Montagmorgen ging es wieder auf die lange Heimfahrt, im Gepäck viele schöne Erinnerungen
und die Vorfreude auf ein Wiedersehen auf dem Weihnachtsmarkt in Florstadt.



Seit mehr als 50 Jahren verbinden Florstadt und Staden in Westflandern freundschaftliche Beziehungen – am Pfingstwochenende wurden sie erneut mit Leben gefüllt.
Eine 17-köpfige Reisegruppe des Partnerschaftsvereins Florstadt war für drei Tage in der belgischen Partnergemeinde zu Gast. Die dortige Arbeitsgruppe „Staden-Staden“ hatte dafür ein abwechslungsreiches Besuchsprogramm vorbereitet.
Empfangen wurden die Florstädter im neuen Rathaus von Stadens Bürgermeister Ludwig Willaert sowie den Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, Bernard Crombez und Frans Bruneel. Nach einem Rundgang durch das imposante Gebäude folgte ein gemeinsames Abendessen auf Einladung der „Chirojongens Staden“. Die Pfadfindergruppe hatte 2024 für zwei Wochen ihr Zeltlager in Stammheim aufgeschlagen. Beim Wiedersehen blieb viel Zeit für einen regen Austausch, Erinnerungen an frühere Begegnungen und Pläne für weitere Treffen.
Auch die beiden Bürgermeister Ludwig Willaert und Daniel Imbescheid nutzten den Besuch für ein erstes persönliches Kennenlernen. Beide bekräftigten, die Städtepartnerschaft auch künftig vonseiten der Rathäuser aktiv unterstützen zu wollen.
Am Sonntag führte das Programm an die Nordsee nach Nieuwpoort. Dort erfuhren die Gäste mehr über die Fischereigeschichte, besuchten die Fischauktionshalle und konnten bei einer Hafenrundfahrt bei herrlichem Sonnenschein die Seele baumeln lassen. Danach steuerten die Florstädter den Sandstrand an und schlenderten barfuß in der flach auflaufenden Nordsee.
Der lange Tag klang mit einem gemeinsamen Abendessen im „Het SWOK“ aus, dem dortigen kleinen Gemeinschaftshaus.
Nach dem Mittagessen mit anschließendem buntem Programm am folgenden Tag trat die Gruppe die Heimreise nach Florstadt an – mit vielen Eindrücken und der Vorfreude auf ein Wiedersehen.
Über Pfingsten machte sich der Partnerschaftsverein Florstadt wieder auf den Weg in die Bretagne nach
Pléneuf-Val-André. Los ging es für 17 Jugendliche und 21 Erwachsene in Florstadt am sehr frühen
Samstagmorgen um 2 Uhr mit einem Reisebus der Firma Stoll, die den Verein schon seit einigen Jahren
zuverlässig ans Ziel geführt hatte. Regenwetter begleitete die Reisegruppe auf der Hinreise. Ein gutes
Omen war jedoch schon die Regenpause genau zum Frühstück an der frischen Luft, und Regen sollte auch
während des restlichen Aufenthaltes nicht mehr stören. Nach fast 14 Stunden wurde die Partnerstadt
erreicht und die Teilnehmer verteilten sich auf ihre Gastgeber.
Für die Schülerinnen und Schüler standen am Sonntag das Aquarium von Saint-Malo sowie die Altstadt auf
dem Programm, die Erwachsenen konnten am Morgen bei “Yoga am Strand” teilnehmen und am Abend
“Fest Noz” besuchen, eine Veranstaltung mit bretonischer Musik und Tänzen.
Während sich die Jugendlichen am Montag beim Wassersport auf dem Meer austobten, war für den Rest
der Gruppe ein Picknick am Strand vorgesehen. Dieses musste aber erst noch vorbereitet werden. Am
Morgen trafen sich die deutschen Gäste bei vier Gastgebern zum "Atelier Cuisine": Gemeinsam wurden
Kuchen, Crêpes sowie weitere süße oder salzige Leckereien hergestellt, die das Buffet am Nachmittag
bereicherten. Alle hatten großen Spaß. Es wurde gerührt, geformt, gebacken, Crêpes geschleudert, gelacht
und die Franzosen verblüfft: "Wie? Ihr wisst nicht, wie man Mayonnaise macht?" Deren manuelle
Herstellung gehört nämlich zum Standardrepertoire der Gastgeberinnen.
Das Treffen am Strand nutzte der Partnerschaftsverein für die Übergabe seines Gastgeschenks. Das
“Comité de jumelage” ist jetzt im Besitz von zwei Stehtischen, die Erich Schuldt gezimmert hatte.
Zwischen den einzelnen Picknick-Gängen übten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei
Geschicklichkeitsspielen, wie z.B. Boule mit Holzwürfeln im Sand. Und endlich kam auch ein
Volleyballspiel in Frankreich zustande, nachdem die französischen Volleyballer schon seit 2014
regelmäßig im Dezember nach Florstadt kommen, wo es leider keine Volleyballgruppe mehr gibt. Abkühlen
konnte man sich anschließend beim Schwimmen im knapp 16 Grad kühlen Meer.
Am Dienstag gingen die Schüler mit ihren Austauschpartnern in die Schule. Der Rest nutzte den Tag für
Ausflüge oder zum Shopping. Am Mittwoch traten alle wieder die Heimreise an und trafen am späten
Abend zufrieden in Florstadt ein.



Anfang Mai waren 23 Personen aus der französischen Partnerstadt Pléneuf-Val-André anlässlich der
Bürgerbegegnung zu Gast in Florstadt. Normalerweise kommen sie zum Weihnachtsmarkt in die
Wetterau, doch diesmal konnten sie mit ihren Gastgebern bei sommerlichen Temperaturen die
Umgebung erkunden.
Für den 1. Mai hatte der Partnerschaftsverein eine Maitour nach Leidhecken vorbereitet. Zu Fuß ging
entlang der Nidda und des Radwegs nach Staden, wo man am Sauerborn bei einem kleinen Imbiss
auf diejenigen traf, die nicht die ganze Strecke gehen wollten.
Die Gäste waren fasziniert von den Störchen, die mittlerweile auch auf Bäumen und Hochsitzen
brüten, da aufgrund der hohen Storchenpopulation in der Wetterau die künstlichen Nisthilfen nicht
mehr ausreichen. Auf einer Anhöhe zwischen Staden und Leidhecken mit herrlichem Blick über das
Mähried informierte Torsten Lux die Mitwanderer über die Tierwelt und die erfolgreichen
Naturschutzprojekte. Am Ziel der Wanderung lockten Speisen und Getränke bei der Freiwilligen
Feuerwehr in Leidhecken.
Zwei Tage später war der Rheingau das Ziel. Mit dem Bus ging es nach Rüdesheim und mit der
Seilbahn schwebten die Teilnehmer über den Reben hinauf zum Niederwalddenkmal, das anlässlich
des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und der anschließenden Gründung des Deutschen
Kaiserreiches errichtet wurde. An dieser Stelle waren sich alle einig, dass es ein Segen ist, dass
Deutsche und Franzosen heute gemeinsame Ausflüge machen und zusammen feiern, statt sich mit
Waffen gegenüber zu stehen.
Zu Fuß wurden verschiedene Aussichtspunkte angesteuert, die herrliche Ausblicke auf Rhein und
Nahe boten. Der Sessellift beförderte die Ausflügler hinunter nach Assmannshausen, von wo aus ein
Schiff sie auf die linke Rheinseite zur Burg Rheinstein brachte.
Nach einem steilen Auf- und Abstieg zur und von der Burg sowie vielen Treppenstufen während der
Besichtigung konnte sich die Gruppe auf der Rückfahrt mit dem Schiff nach Rüdesheim erholen und
die Ausblicke auf die Weinberge, die Burg Ehrenfels oder den Binger Mäuseturm genießen. Der
geplante Stadtbummel in Rüdesheim musste leider ausfallen, denn nach einem schönen Tag ließ
ein Gewitterschauer mit Hagel die Ausflügler in Geschäfte, Lokale oder den Bus flüchten. Mit diesem
ging es zum Abschluss des Tages in ein Geisenheimer Weingut. Bei der Weinprobe im Weinkeller
erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem, dass man aus roten Trauben (hier:
Spätburgunder, oder französisch: Pinot Noir) sowohl Rotwein und Rosé als auch Weißwein
herstellen kann. Bei Buffet und Wein ließ die Gruppe den Tag ausklingen, bevor der Bus wieder alle
nach Florstadt brachte, von wo aus die Gäste am nächsten Morgen wieder die lange Rückreise an
die Küste der Bretagne antraten.